Gründung eines VdA-Arbeitskreises zu den „Überlieferungen der neuen sozialen Bewegungen“ in Vorbereitung
(23.7.2008)
Die aktuelle Erinnerung an die Entwicklungen und Phänomene, die mit dem Jahr 1968 verbunden sind, hat erneut in das Bewusstsein gerufen, welche Bedeutung den Überlieferungen der neuen sozialen Bewegungen zukommt. Im gesellschaftlichen Engagement, wie es sich z.B. auch in der Anti-AKW-Bewegung, der Frauenbewegung, der Friedensbewegung und oppositionellen Gruppierungen in Ost und West entwickelt hat, spiegeln sich wichtige politische und soziale Prozesse, die für die Geschichte der Bundesrepublik und der Deutschen Demokratischen Republik prägend waren und sind. Die Strategien einer Institutionen übergreifenden Überlieferungsbildung, die das Ziel verfolgt, die Gesellschaft möglichst breit und vielfältig zu dokumentieren, müssen darauf ausgerichtet sein, die Überlieferungen der neuen sozialen Bewegungen dauerhaft zu sichern und zugänglich zu machen.
Der Vorstand des VdA hat es daher in seiner letzten Sitzung begrüßt, dass ein Arbeitskreis in Gründung ist, der sich mit diesen Überlieferungen befassen wird. Das übergeordnete Ziel dieses Arbeitskreises, der derzeit von Archivarinnen und Archivaren aus den Archiven der neuen sozialen Bewegungen und Mitgliedern des Vorstands des VdA vorbereitet wird, soll darin bestehen, die Sicherung und Zugänglichmachung von Überlieferungen der neuen sozialen Bewegungen nachhaltig zu fördern.
Robert Kretzschmar, Vorsitzender des VdA
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| Aktuelle Mitteilungen des VdA
(Juli 2008)
1. Der Vorstand hat in seiner Sitzung vom 9. April 2008 beschlossen, dass der nächste TAG DER ARCHIVE am 6. und 7. März 2010 stattfinden soll.
2. Der Deutsche Archivtag wird 2009 in Regensburg stattfinden. Für 2010 ist Dresden vorgesehen (Arbeitstitel des Rahmenthemas: Archivbau- und Logistik), für 2011 Bremen (voraussichtliches Rahmenthema: aktuelle Fragen des Archivrechts), für 2012 Köln.
3. Die Website des VdA wird derzeit einem Relaunch unterzogen, der bis Ende des Jahres abgeschlossen sein soll.
4. Nachdem nunmehr bereits in mehreren Ländern Archivpreise vergeben werden (Bayern, Brandenburg, Hessen), wird das Projekt eines Deutschen Archivpreises vom Vorstand nicht weiter verfolgt.
5. Im Geschäftsführenden Vorstand haben sich die Zuständigkeiten wie folgt geändert. Der Vorsitzende hat die unmittelbare Betreuung der Landesverbände übernommen, während der Stellvertretende Vorsitzende Michael Diefenbacher nunmehr für die Mitarbeit in internationalen Gremien zuständig ist. Diefenbacher wird auch auf dem Internationalen Archivtag 2008 für das Steering Committee von SPA im ICA kandidieren.
6. Im VdA sind zwei neue Arbeitskreise in Gründung. Ein Arbeitskreis wird sich mit der Überlieferung der neuen sozialen Bewegungen befassen, ein weiterer die Aktenkunde für das 20. und 21. Jahrhunderts weiter entwickeln und dabei auch die digitale Überlieferung einbeziehen. Dieser Arbeitskreis ist aus einer Arbeitsgruppe erwachsen, die von der Archivschule Marburg ins Leben gerufen wurde.
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| Aktuelle Informationen
aus dem Vorstand
des VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. (3.1.2007)
Der Vorstand des VdA - Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V.
hat in seiner Sitzung am 25. Oktober 2006 in Fulda folgende Beschlüsse gefasst, die hier zur Kenntnis gegeben werden:
- Zur konzeptionellen Weiterentwicklung des Deutschen Archivtags wird
eine Mitgliederbefragung durchgeführt, deren Ergebnis in der nächsten Vorstandssitzung diskutiert wird.
- Der nächste TAG DER ARCHIVE findet am 1. und 2. März 2008 statt. Der
Ausschuss für Öffentlichkeit wird ein zentrales Motto, für das die Verbandsmitglieder um Vorschläge gebeten werden, sowie weitere Ideen für die Ausgestaltung des nächsten TAGS DER ARCHIVE entwickeln. Nähere Informationen hierzu erfolgen im Frühjahr dieses Jahres.
- Neben dem Vorsitzenden sollen die Kollegen Dr. Soénius und Dr. Wisotzky für die Dauer der laufenden Wahlperiode des Vorstandes den VdA im Beirat der Fachzeitschrift „Der Archivar“ vertreten.
Stuttgart, den 2. Januar 2007
Prof. Dr. Robert Kretzschmar
Vorsitzender des VdA
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| Aktuelle Informationen aus dem Vorstand
des VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. (11.1.2006)
Nach der beim Deutschen Archivtag 2005 in Stuttgart durchgeführten Wahl des 23 Mitglieder umfassenden Gesamtvorstandes (siehe Protokoll der
Mitgliederversammlung in Der Archivar 4/2005) wurde auf dessen konstituierender
Sitzung am 8. Dezember 2005 in Wiesbaden der Geschäftsführenden Vorstand
gewählt. Neben dem bereits in der Mitgliederversammlung gewählten
Vorsitzenden Dr. Robert Kretzschmar (Stuttgart) gehören dem Geschäftsführenden
Vorstand Dr. Michael Diefenbacher (Nürnberg) als 1. Stellvertretender
Vorsitzender, Stefan Benning (Bietigheim-Bissingen) als 2. Stellvertretender
Vorsitzender, Dr. Martin Dallmeier (Regensburg) als Schatzmeister und Dr. Heiner Schmitt (Mainz) als Schriftführer an.
Die bisher bestehenden Ausschüsse „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Tag der
Archive“ werden auf Beschluß des Vorstandes in einem Ausschuß „Öffentlichkeitsarbeit“ zusammengefaßt. Diesem Ausschuß gehören die Vorstandsmitglieder Prof. Dr. Hans Ammerich (Speyer), Dr. Michael Diefenbacher (Nürnberg),
Brigitte Nelles (Berlin), Dr. Clemens Rehm (Karlsruhe) und Hans Gerhard Stülb (Frankfurt/Potsdam) an. Vorrangige Aufgabe des Ausschusses für 2006 ist die Organisation und Abwicklung der Veranstaltung „Tag der Archive“.
Der Vorstand bestätigte für die neue vierjährige Amtsperiode die Fortführung der bestehenden Arbeitskreise „Archivische Bewertung“ (Leitung Dr. Andreas Pilger, Düsseldorf), „Archivpädagogik und historische Bildungsarbeit“ (Leitung Roswitha Link, Münster) und „Ausbildung Fachangestellte“ (Leitung Dr.
Angela Keller-Kühne, St. Augustin).
Auf Antrag einiger Vorstandsmitglieder richtete der Vorstand einen neuen
Arbeitskreis „Ausbildung und Berufsbild“ ein, der sich demnächst konstituieren wird. Mittelfristig sollen die Arbeitskreise „Ausbildung und Berufsbild“ und „Ausbildung „Fachangestellte“ zusammengeführt werden.
Der diesjährige Deutsche Archivtag findet vom 26. bis zum 29. September 2006 in Essen statt. Für den Archivtag 2007 liegt eine Einladung der Stadt Mannheim vor. Für die Jahre 2008 und 2009 sind als Austragungsorte Erfurt und Fulda im Gespräch.
Dr. Heiner Schmitt
Schriftführer des VdA
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| Aktuelle Mitteilungen des VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V.
(10.3.2005)
Der Vorstand des VdA - Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. hat in seiner Sitzung am 3. und 4. März 2005 in Berlin Beschlüsse gefasst, die hier zur Kenntnis gegeben werden.
1. Der Vorstand begrüßt bestehende Überlegungen zur Gründung eines VdA-Arbeitskreises, der sich mit Fragen der Aus- und Weiterbildung von Archivarinnen und Archivaren und dem archivarischen Berufsbild befassen soll.
2. Der Tagungsband zum 75. Deutschen Archivtag 2005 in Stuttgart mit dem Rahmenthema
Archive im Nationalsozialismus soll nach Möglichkeit in Zusammenarbeit mit einem Verlag publiziert werden, der den Vertrieb über die Verteilung der Bände an die Mitgliedschaft und die Tagungsteilnehmer hinaus übernimmt. Der Tagungsband soll ganz auf das Tagungsthema konzentriert sein.
3. Das Vorhaben, für die Geschäftsstelle einen festen Sitz einzurichten wird weiter verfolgt, indem Möglichkeiten dazu im Großraum Frankfurt am Main geprüft werden.
4. Der nächste Tag der Archive findet am 6. und 7. Mai 2006 statt. Der Termin ist so zu verstehen, dass an einem der beiden Tage oder an beiden Tagen eine Beteiligung möglich ist. Nähere Informationen zu Materialien, die bei der Geschäftsstelle bestellt werden können, werden in Heft 4/2005 der Fachzeitschrift „Der Archivar“ bekannt gegeben.
5. Der Vorstand nimmt das Positionspapier des Arbeitskreises Archivische Bewertung im VdA zur archivischen Überlieferungsbildung zustimmend zur Kenntnis.
Stuttgart, den 9. März 2005
gez. Dr. Robert Kretzschmar
Schriftführer des VdA
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Aktuelle Informationen aus dem
Vorstand
(14.12.2004)
Der Vorstand des VdA - Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. hat in seiner Sitzung am 10. November 2004 in Fulda folgende Beschlüsse gefasst, die hier zur Kenntnis gegeben werden:
1. Eine Arbeitsgruppe, der die Schriftleitung des Fachorgans „Der Archivar“, der Schriftführer und der Schatzmeister des VdA sowie Herr Dr. Stülb angehören, soll ein Konzept für die zukünftige Beteiligung des VdA an der Herausgabe und Gestaltung des „Archivar“ erarbeiten, das auf dem 75. Deutschen Archivtag in Stuttgart vorgestellt werden soll.
2. Herr Dr. Andreas Pilger, Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, der vom Arbeitskreis Archivische Bewertung im VdA als neuer Leiter des Arbeitskreises gewählt wurde, wird in dieser Funktion bestätigt.
3. Die Eröffnungsveranstaltung des 75. Deutschen Archivtags in Stuttgart findet am 27. September 2005 bereits um 18.00 Uhr statt, nicht – wie zunächst vorgesehen und bekannt gegeben – um 19.00 Uhr.
4. Für den Deutschen Archivtag in Stuttgart wird der Tagungsbeitrag wie folgt festgesetzt: Mitglieder des VdA: 70 Euro; Nichtmitglieder: 140 Euro; Ermäßigter Beitrag für Mitglieder: 40 Euro; Ermäßigter Beitrag für Nichtmitglieder: 60 Euro; Studierende: 20 Euro.
5. Rahmenthema des 76. Deutschen Archivtags 2006 in Essen ist „Archive und Öffentlichkeitsarbeit“. Der Call for Papers erfolgt 2005.
6. Der Schatzmeister erhält den Auftrag, zusammen mit dem Geschäftsführer ein Konzept und eine Kostenkalkulation für einen künftigen festen Sitz der Geschäftsstelle zu erstellen.
7. Der Vorstand beschließt einstimmig bei Enthaltung des Betroffenen, der Mitgliederversammlung auf dem 75. Deutschen Archivtag bei den dort vorzunehmenden Wahlen das Vorstandsmitglied Dr. Robert Kretzschmar, Stuttgart, für das Amt des Vorsitzenden vorzuschlagen.
Stuttgart, den 10. Dezember 2004
gez. Dr. Robert Kretzschmar
Schriftführer des VdA
Aktuelle Informationen des Arbeitskreises Archivische Bewertung im VdA
1. Der Arbeitskreis hat ein Positionspapier zur archivischen Überlieferungsbildung verfasst, das im Internet-Angebot des VdA auf den Seiten des Arbeitskreises zugänglich ist und in Heft 2/2005 des Fachorgans „Der Archivar“ veröffentlicht wird.
2. Neuer Leiter des Arbeitskreises ist ab 1. 1. 2005 Dr. Andreas Pilger, Hauptstaatsarchiv Düsseldorf.
Stuttgart, den 10. Dezember 2004
gez. Dr. Robert Kretzschmar
AK Archivische Bewertung im VdA
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| Informationen und Hinweise aus der Geschäftsstelle
(22.6.2004)
Zustellung der Fachzeitschrift Der Archivar
1. Da der Bezug der Fachzeitschrift Der Archivar bei VdA-Mitgliedern eine Teilleistung der Verbandsmitgliedschaft ist, wird an dieser Stelle darauf aufmerksam gemacht, dass Adressänderungen von VdA-Mitgliedern nicht an die Redaktion oder an den Verlag zu richten sind, sondern an die Geschäftsstelle des VdA. Der Verlag liefert jeweils an die aktuellen Anschriften der VdA-Verwaltung aus.
2. Die bei der Deutschen Post AG in Auftrag gegebenen Nachsendeaufträge ersetzen nicht die Adressänderung beim VdA, da ermäßigte Postsendungen (hier: Fachzeitschrift Der Archivar) von der Nachsendung ausgeschlossen sind.
TAG DER ARCHIVE 2004
1. Die vom VdA zur Vorbereitung und Durchführung des TAGES DER ARCHIVE 2004 angebotenen Materialien (CD-ROM, Plakat) werden nach Eingang der Bestellung verschickt. Ein Anspruch auf Lieferung erlischt, sobald der Lagerbestand an Materialien in der VdA-Geschäftsstelle aufgebraucht ist.
2. Unter www.tagderarchive.de
wurde eigens für dieses bundesweite Projekt eine Plattform geschaffen, um sowohl Archivarinnen und Archivare als auch die interessierte Öffentlichkeit und die Presse informieren zu können. Unter dem dort gesetzten Link „Teilnehmer“ sind, alphabetisch nach Städten und Gemeinden geordnet, Archive zu finden, die dem Aufruf des VdA folgen und am 25. September 2004 eine öffentlichkeitswirksame Veranstaltung durchführen. Registrierungen werden von der Geschäftsstelle weiterhin gerne entgegen genommen!
E-MAIL-Adressen
Um die Portokosten des Verbandes weiter senken zu können, ist beabsichtigt, Einladungen zu Veranstaltungen der Fachgruppen, der Landesverbände und der Arbeitskreise zukünftig überwiegend per eMail zu versenden. Das setzt aber voraus, dass diese in der VdA-Mitgliederverwaltung gespeichert sind. Helfen Sie bitte mit, den Kostenfaktor „Porto“ zu verringern und melden Sie der Geschäftsstelle ihre eMail-Adressen (bei persönlichen Mitgliedschaften sowohl dienstlich als auch privat).
Thilo Bauer M. A.
Geschäftsführer
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Mitteilungen des VdA – Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V.
Aktuelle Informationen
Der Vorstand des VdA - Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. hat in seiner Sitzung am 10. und 11. Februar 2004 in Fulda folgende Beschlüsse gefasst, die hier zur Kenntnis gegeben werden:
1. Frau Katharina Tiemann wird für die Wahlen, die beim XV. Internationalen Archivkongress 2004 in Wien stattfinden, als Kandidatin für die Sektion der archivarischen Berufsverbände (SPA) nominiert.
2. Der VdA beteiligt sich aus finanziellen Gründen nicht an der Präsentation der nationalen Archivarsverbände auf der Archivmesse, die im Rahmen des XV. Internationalen Archivkongresses in Wien stattfindet.
3. Der VdA beteiligt sich 2004 zu einem Drittel an den Kosten der Standmieten für die unter Federführung der Archivschule Marburg und der FH Potsdam eingerichteten Stände auf den Ausbildungsmessen EINSTIEG Abi. Über die Beteiligung des VdA an den Ausbildungsmessen 2005 wird vom Vorstand zur gegebenen Zeit entschieden.
4. Der VdA wird 2004 einen allgemeinen Flyer produzieren, mit dem er sich vorstellt.
5. Für den TAG DER ARCHIVE werden seitens des VdA bestimmte Materialien angeboten (vgl. Angebot im Internet und auf dem Bestellzettel, der Heft 1/2004 der Fachzeitschrift Der Archivar beilag).
6. Der 75. Deutsche Archivtag in Stuttgart hat das Rahmenthema „Das deutsche Archivwesen und der Nationalsozialismus“. Unter Abänderung der bisherigen Programmstruktur findet die Eröffnungsveranstaltung am Dienstag, den 27. September 2005, von 19.00 bis 21.00 Uhr statt.

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Mitteilungen des VdA - Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V.
Aktuelle Informationen (7.1.2004)
Der Vorstand des VdA - Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. hat in seiner Sitzung am 12. November 2003 in Fulda folgende Beschlüsse gefasst, die hier zur
Kenntnis gegeben werden:
1. Innerhalb des Geschäftsführenden Vorstands ist die Geschäftsverteilung wie folgt
geändert worden: Für internationale Angelegenheiten ist nunmehr Frau Tiemann
zuständig, für Regionalarbeit Dr. Ammerich.
2. Der Verband ist grundsätzlich offen für die Aufnahme so genannter „archivähnlicher Einrichtungen“. Über die Aufnahme wird im Einzelfall entschieden. Negativ sollen
dabei solche Fälle beschieden werden, in denen nur der Name „Archiv“ geführt wird,
ohne dass in irgendeiner Weise eine archivische Funktion ausgeübt wird.
3. Studierende der FH Potsdam können wegen der freien Immatrikulation (keine
Bindung an einen Dienstherren wie bei der verwaltungsinternen Ausbildung in Marburg und München) die Zugehörigkeit zu einer Fachgruppe des VdA wählen.
4. Der Vorstand gibt zur aktuellen Entwicklung im Archivwesen, insbesondere unter
Bezugnahme auf den Bericht des Sächsischen Rechnungshofs, eine Erklärung ab (vgl. die nachstehende Erklärung).
5. Thema des 75. Deutschen Archivtags 2005 in Stuttgart ist „Archive und Archivare im Nationalsozialismus“. Für die nähere Programmgestaltung wird ein
Programmausschuss eingesetzt, dem der Vorsitzende, die Vorstandsmitglieder Dr. Speck, Dr. Schmitt, Dr. Wisotzky, Dr. Ammerich, Dr. Dallmeier und Dr. Kretzschmar sowie Dr. Roland Müller, Stadtarchiv Stuttgart, angehören. Jeder, der auf den bereits erfolgten Call for papers zum Projekt „Archive und Archivare im Nationalsozialismus“ einen
Beitrag angeboten hat, wird einen Zwischenbescheid erhalten. Auf der Homepage des VdA wird über den Fortgang des Projekts berichtet. Der Tagungsband wird in
erweiterter Form publiziert.
6. Zukünftig wird im Programmheft zum Deutschen Archivtag in der Mitte ein zeitlicher Überblick über das Gesamtprogramm eingefügt.
Stuttgart, den 7. Januar 2004
gez. Dr. Robert Kretzschmar
Schriftführer des VdA
Anlage: Fuldaer
Erklärung des VdA (12.11.2003)

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| Landesverband
Sachsen-Anhalt im VdA
Initiative für eine strukturierte, leistungsfähige und bürgernahe Archivlandschaft in Sachsen-Anhalt
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Landesverband Sachsen-Anhalt im VdA - Verband deutscher Archivarinnen und
Archivare e.V. verfolgt mit großer Anteilnahme den Kampf der Träger des kommunalen
Archivwesens um eine angemessene Finanzausstattung. Wir beobachten dabei aber mit großer Sorge zunehmend Schritte einzelner Kommunen oder Kreisverwaltungen, ihre Archive einschließlich des Fachpersonals in ihrem Bestand grundsätzlich in Frage zu stellen.
Das Archivieren, also das Ermitteln, Bewerten, Übernehmen, Verwahren auf Dauer, Sichern, Erhalten, Instandsetzen, Erschließen sowie Nutzbarmachen und Auswerten von
Archivgut (1), ist fester Bestandteil öffentlicher Verwaltung, sichert dadurch die rechtsstaatlich gebotene Kontinuität und Transparenz von Verwaltung sowie ermöglicht zugleich die unverzichtbare und unersetzliche Erforschung der Vergangenheit. Archive sind das kollektive Gedächtnis einer Gesellschaft und die Dokumentation kommunaler Aufgaben liegt in der besonderen Verantwortung der Städte und Landkreise. Bei der Erbringung der archivischen
Fachleistungen handelt es sich um eine pflichtige Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung entsprechend der Gemeindeordnung unseres
Bundeslandes (2).
Wir möchten verdeutlichen, dass, wenn die Kommunen und Kreisverwaltungen ihre Archive in Frage stellen, sie damit ihre eigene Identität in Frage stellen. Eine besondere Eigenschaft von Archivgut als Kulturgut ist es nämlich, identitätsstiftend zu wirken. Durch historische
Vorgänge und Zusammenhänge vermitteltes Wissen erzeugt Interesse, Verständnis und
Verbundenheit; der unmittelbare Bezug zum eigenen Ort, zur näheren Umgebung, zur Region ist dabei der Schlüssel für den Zugang zu den Menschen. Die Archive mit ihrer umfangreichen, z.T. weit zurück reichenden und wertvollen Überlieferung bieten eine hervorragende
Grundlage für historische Bildungsarbeit im weitesten Sinne. Diese Arbeit sollte, vor allem auch im Kontext der kommunalen Selbstverwaltung als einem wesentlichen Baustein
gesellschaftlicher Verfassung in Deutschland, der jeweilige Archivträger ermöglichen und sie sollte zweckmäßiger weise vor Ort erfolgen. Nur wenn Archive präsent sind, können sie sich und ihre kostbaren Urkunden, bedeutenden Akten, historischen Karten und Fotos oder originellen Plakate auch präsentieren, können öffentlichkeitswirksam werden und somit ihren Teil in
einer sich entwickelnden Informationsgesellschaft leisten. Die Kultur, Tradition und Geschichte einer Region sollte repräsentativ eingesetzt werden und kann, zielgerichtet angewandt, bspw. auch die Attraktivität ihrer Region als Wirtschaftsstandort unterstreichen, was für Sachsen-Anhalt heute wichtiger denn je ist.
Die Delegierung der Verwaltung von dienstlichem Schriftgut und dem dann daraus er-wachsenden Archivgut, welches laut Archivgesetz des Landes Sachsen-Anhalt „Jedermann“ zugänglich ist, an andere Träger verzerrt nicht nur den Entstehungszusammenhang, sondern verhindert zudem ohne das Fachwissen und die Kompetenz der Archivare um
Regionalgeschichte und historische Überlieferung künftige wissenschaftliche Aufarbeitungen und Auswertungen der Archivalien. Das können weder die kommunalen Träger, noch die
Benutzer wollen. Archive treten durch die Sicherung und Nutzbarmachung des
Quellenmaterials, eben des Archivgutes, oftmals ungewollt in den Hintergrund, so dass die Qualität archivischer Dienstleistungen und das Bewußtsein um die Bedeutung dieser Einrichtungen allzu leicht verkannt werden.
Vielerorts bereits angedachte Ersatzkonversionen von Archivgut ziehen aus Sicht der
Archivwissenschaft und der Geschichtsforschung verheerende Folgen nach sich. Sie bedeuten ganz klar die Vernichtung von Kulturgut, das den künftigen Generationen unwiederbringlich verloren geht. Die technischen Risiken sind erheblich und teilweise noch nicht einmal für kürzere Zeit kalkulierbar, da bislang keine Haltbarkeitszeiten für elektronische
Speichermedien garantiert werden können. Die permanente Konvertierung und Aktualisierung dieser Medien würde in kürzester Zeit um ein Vielfaches höhere Kosten verursachen, als die
Unterhaltung eines Archivs. Wir weisen nachdrücklich darauf hin, dass heutige
Fehlentscheidungen in diesem Bereich irreversible und nachhaltige Schäden in der regionalen Archivlandschaft
hinterlassen. Es ist daher notwendig, die örtlichen Archive in ihrer Profilierung und
Positionierung zu stärken und als fest integrierten Bestandteil der kommunalen Verwaltungsebene zu betrachten.
In dem Berliner Appell der deutschen Städte und Gemeinden vom 24. September 2003
fordern Sie selbst, dass die städtischen Dienstleistungen, wozu auch die Aufgaben der
Kommunalarchive gehören, nicht länger darunter leiden dürfen, „...dass sich Bund und Länder nicht auf Lösungen zur Verbesserung der kommunalen Leistungsfähigkeit einigen können...“. Es heißt darin weiter: „... Die Städte und Gemeinden appellieren an die Verbände,
Organisationen und Initiativen der Bürgerinnen und Bürger, die vor Ort mit den Städten
zusammenarbeiten und auch auf kommunale Leistungen und Einrichtungen angewiesen sind, eine
wirkungsvolle Reform der Gemeindefinanzen zu unterstützen und mitzuhelfen, gegenüber Bund und Ländern die Bedeutung sicherer Kommunalfinanzen für die Bürgerinnen und Bürger zu verdeutlichen...“.
Genau diesen Aspekt möchten wir aufgreifen: Unsere Initiative zielt gerade in Anerkennung der den Trägern der Archive auferlegten Zwänge zur Konsolidierung der jeweiligen Haushalte auf die Schaffung von neuen Lösungsansätzen und damit die Sicherung einer strukturierten, leistungsfähigen und bürgernahen Archivlandschaft in Sachsen-Anhalt.
Dabei gehen wir von der Schaffung von Archivverbünden aus, welche personell von
Facharchivaren geführt werden. Diese Verbünde können bestehen zwischen Kommunen bzw.
Kreisen, zwischen Kommunen und Kreisen und/oder unter Einbeziehung anderer Archivträger wie Fachschulen oder Universitäten.
Wir möchten uns Ihnen bei diesem Prozess als fachkompetente Ansprechpartner anbieten.
Der Vorstand des Landesverbandes Sachsen-Anhalt im VdA ist erreichbar über:
Stadtarchiv Halle (Saale)
oder
Stadtarchiv Zeitz
Herrn Ralf Jacob
Frau Sibylle Pentzek
Große Brauhausstraße 18
Schloßstraße 6
06110 Halle (Saale)
06712 Zeitz
Tel.: 0345/4789732
Tel. : 03441/212054
Fax: 0345/4789731
Fax : 03441/214040
Mail: ralf.jacob@halle.de
Mail : stadtarchiv@zeitz.de
Mit freundlichen Grüßen
V.i.S.d.P.
Ralf Jacob
Vorsitzender Landesverband Sachsen-Anhalt im VdA
Anmerkungen:
1) § 2 Abs. 5 ArchG-LSA. Vom 28.Juni 1995. In: GVBl. LSA Nr. 22/1995 vom 07.Juli 1995.
2) Vgl. GO-LSA, § 44 Pkt. 19, zuletzt geändert am 7.08.2002.


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| Kein Nischendasein zwischen alten Schriften / Deutscher Archivtag thematisiert die Rolle der Archive im gesellschaftlichen Reformprozess
Vom 30. September bis zum 3. Oktober findet
in Chemnitz der 74. Deutsche Archivtag statt, an dem mehrere hundert
Archivarinnen und Archivare vorwiegend aus der Bundesrepublik, aber
auch in großer Zahl aus dem europäischen Ausland teilnehmen werden.
Der Deutsche Archivtag, der jährlich in Verbindung mit der Fachmesse
ARCHIVISTICA abgehalten wird, ist der bedeutendste Archivkongress
dieser Art in Europa. Veranstaltet wird er vom VdA - Verbanddeutscher Archivarinnen und Archivare, dem mit rund 2.200
Mitgliedern größten europäischen Berufsverband der Archivare. Das Thema des diesjährigen Archivtags ist von ganz
besonders aktueller Brisanz: Es geht um die Rolle der Archive im
gesellschaftlichen Reformprozess.
Wie das Programm zeigt, sind die
archivischen Einrichtungen als Hüter historischer Überlieferung
alles andere als weltabgewandte Stätten verträumten Sammelns und
Ordnens. Die Archivarinnen und Archivare sehen sich aufgerufen, mit
gestaltend auf die Herausforderungen unserer sich verändernden Welt zureagieren. Die Verzeichnisse zu den in ihnen verwahrten Urkunden,
Akten, Karten und Plänen, die bis ins tiefe Mittelalter zurückreichen,
sind heute schon zu einem großen Teil im Internet zugänglich; oft
finden sich hier sogar die herausragenden Dokumente selbst. Mit den Möglichkeiten einer Verbesserung der archivspezifischen Online-Angebote wird sich der Kongress ausführlich befassen. Dazu
passt thematisch die intensive Beschäftigung mit einem neuen Verständnis
von Kundenorientierung, die für die von vielen Sparten der
Wissenschaft, aber auch von vielen Bürgern zu privaten Zweckengenutzten Einrichtungen kein Fremdwort ist,
sondern selbstverständliche Grundlage ihrer Arbeit.
Hochaktuell werden vor allem die Sitzungen sein, die sich mit den organisatorischen Veränderungen der Archive im Kontext der aktuellen Verwaltungsreform befassen. In mehreren Bundesländern vollziehen sich derzeit gravierende Strukturreformen, die in Fachkreisen kontrovers diskutiert werden. So wurden In Sachsen-Anhalt und in Nordrhein-Westfalen die bisher selbständigen Archiveinrichtungen als Abteilungen zu einem Landesarchiv zusammengefasst, während in Thüringen dezentrale Strukturen verstärkt wurden. In Baden-Württemberg und in Sachsen stehen ebenfalls Neustrukturierungen an. Auch im kommunalen Bereich hat es vielfach Veränderungen gegeben, hier sind insbesondere Verbünde von Archiven geschaffen worden und weiter in der Planung.
Dass die Archivarinnen und Archivare sich nicht nur mit der Vergangenheit, sondern auch kritisch mit der unmittelbaren Gegenwart auseinander setzen, zeigt das Thema des Eröffnungsvortrags, den der Bonner Politologe Meinhardt Miegel hält: Verdrängte Wirklichkeiten - die Lebenswelt der Deutschen. Kaum ein anderer Berufsstand muss sich so umfassend und intensiv mit den Problemen der Gegenwart befassen wie die Archivare: Gehört es doch zu Ihren Hauptaufgaben, heute die Dokumente auszuwählen, die späteren Generationen die Erforschung unserer Zeit ermöglichen. Das Programm des Archivtags ist im Internet abrufbar -
www.archivtag.de
Pressekontakt:
Dr. Robert Kretzschmar, Leiter des Hauptstaatsarchivs Stuttgart,
Telefon: 0711/2124335, Telefax: 0711/2124360, eMail: Kretzschmar@s.lad-bw.de
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Arbeitskreis Diplomarchivarinnen und Diplomarchivare (FH) im VdA bei der Messe Einstieg Abi in Berlin
19. bis 20. September 2003 in Berlin, Messegelände, Halle 1, Stand H 8
Deutschlands Abiturientenmesse EINSTIEG Abi findet am 19. und 20. September in Halle 1 auf dem Messegelände Berlin statt. Über 190 Hochschulen, Unternehmen und private Bildungsträger präsentieren auf der 5. bundesweiten Abiturientenmesse Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 11 bis 13 ihre Ausbildungs- und Studiengänge.
Die EINSTIEG Abi ist an beiden Messetagen von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos. Weitere Infos gibt es unter
www.einstieg.com,
info@einstieg.com oder telefonisch unter 0221/39809-30.
Ein umfangreiches Begleitprogramm mit rund 60 Informationsveranstaltungen, wie Vorträge und Diskussionsrunden zu Berufsbildern, aktuellen Branchentrends und Berufsperspektiven ergänzen das Info-Angebot der Aussteller.
Schirmherr ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Landesarbeitsamt Berlin-Brandenburg. Kooperationspartner der EINSTIEG Abi sind das Landesarbeitsamt (LAA) Berlin-Brandenburg, die Industrie- und Handelskammer Berlin, sowie die Handwerkskammer Berlin.
(Hallen-Plan der Messe)

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Aufruf des VdA
zum
TAG DER ARCHIVE 2004
2001 hatte der VdA - Verband deutscher Archivarinnen und Archivare erstmals zu einem bundesweiten TAG DER ARCHIVE aufgerufen, der ein positives Echo unter den Archiven und in der Öffentlichkeit gefunden hat. Rund 70 000 Besucher konnten an diesem Tag der offenen Tür in den deutschen Archiven gezählt werden. Die Bilanz dieses Ereignisses ist in dem auf dem 72. Deutschen Archivtag in Cottbus gegebenen Erfahrungsbericht enthalten (Tagungsband zum 72. Deutschen Archivtag 2001 in Cottbus, Der Archivar, Beiband 7, S. 351-365).
Nach den guten Erfahrungen anlässlich der erstmaligen Veranstaltung eines solchen Tages am 19. Mai 2001 soll nunmehr am 25. September 2004 wieder ein TAG DER ARCHIVE stattfinden. Da 2004 wegen des Internationalen Archivkongresses in Wien kein Deutscher Archivtag durchgeführt wird, bietet sich dieser Termin für eine bundesweite Aktion der Archive an. In Anlehnung an den Tag des offenen Denkmals und an den Museumstag sollen die deutschen Archive an diesem Tag für Interessierte außerhalb der normalen Öffnungszeiten zugänglich sein. Die Archive erhalten dadurch eine zusätzliche Möglichkeit, ihre Aufgaben - nicht nur in den Medien - vorzustellen sowie ihre Bedeutung für die Identität und Kultur unserer Gesellschaft herauszustellen.
Der TAG DER ARCHIVE verspricht bei einheitlichem Vorgehen einen hohen Grad an öffentlicher Aufmerksamkeit. Die Gemeinsamkeit soll durch ein Plakat, das vom VdA allen beteiligten Archiven angeboten wird, betont werden.
Die konkrete Ausgestaltung für den TAG DER ARCHIVE wird selbstverständlich den einzelnen Archiven überlassen. Die Archive sollten am 25. September 2004 zum einen den bisherigen Benutzern einen vertieften und ungewohnten Blick ins Archiv erlauben und zum andern die Neugier potentieller Archivbenutzer wecken. Führungen, Ausstellungen, Vorträge, Diskussionen, Filmvorführungen haben sich als Programmelemente bewährt. Um eine größtmögliche Bandbreite des Archivwesens darzustellen, empfiehlt es sich, örtliche Kooperationspartner zu suchen. So könnten mehrere Archive an einem Ort einen "Archivwanderweg" anbieten oder einzelne Archive die Zusammenarbeit mit anderen Kultureinrichtungen suchen.
Während des diesjährigen Deutschen Archivtages in Chemnitz wird der Vorstand des VdA in der Mitgliederversammlung am 2. Oktober 2003 die geplanten organisatorischen Maßnahmen zum bundesweiten TAG DER ARCHIVE 2004 erläutern. Für die Archive werden wieder Handreichungen (Flyer, Bausteine für Pressemitteilungen) mit Anregungen sowie Hilfen bei der Organisation und Durchführung der Aktion erarbeitet. Auf der VdA-Homepage
(www.vda.archiv.net
bzw. auf www.tagderarchive.de) soll ein entsprechendes Diskussionsforum eingerichtet werden. Im Frühjahr 2004 werden die Materialien vorliegen und können bei der Geschäftsstelle bestellt werden. Der Vorstand des VdA informiert die überregionale Presse über den bundesweiten TAG DER ARCHIVE; die lokale Pressearbeit ist wieder von den Archiven vor Ort zu leisten.
Der Vorstand des VdA ruft alle Archive zur Beteiligung am TAG DER ARCHIVE 2004 auf.
Weimar, im Juli 2003
Für den VdA - Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e. V.
Der Vorsitzende
Prof. Dr. Volker Wahl


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Seminar "Katastrophenvorsorge in Archiven. Bestandsaufnahme"
Vom 24. bis 26. Juni 2003 trafen sich ca. 45 Archivarinnen und Archivare sowie Gäste aus dem Bibliotheks- und Museumsbereich im Ferienhotel Markersbach/Sachsen zum Seminar "Katastrophenvorsorge in Archiven. Bestandsaufnahme".
Dieses gemeinsam vom Ausschuß für Aus- und Fortbildung der Bundeskonferenz der Kommunalarchive, dem Landesverband Sachsen im VdA und der Fachgruppe 2 des VdA -Verband deutscher Archivarinnen und Archivare veranstaltete Seminar diente in Anbetracht der Flutkatastrophe vom August 2002 dazu, den Stand der Katastrophenvorsorge in Archiven und die Anwendbarkeit vorliegender Katastrophenpläne zu ermitteln sowie wesentliche Punkte für realistische und aussagekräftige Handreichungen zusammenzutragen.
Am frühen Nachmittag des 24. Juni wurden die Anwesenden durch den Vorsitzenden des Ausschusses für Aus- und Fortbildung der BKK, Prof. Norbert Reimann, durch Frau Gabriele Viertel, Vorsitzende der Fachgruppe 2 und Herrn Raymond Plache, Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen im VdA begrüßt. Herr Plache schloß an seine Begrüßung eine "Chronologie der Flut" an, in der er neben der Schilderung der zur Flut führenden meteorologischen Umstände vor allem den Ablauf der Tage im August 2002 in Sachsen und den anderen betroffenen Regionen schilderte.
Danach stand die erste Arbeitssitzung ganz im Zeichen der Erfahrungsberichte einzelner Kolleginnen und Kollegen über die noch allgegenwärtige Hochwasserkatastrophe vom August 2002. Sehr anschaulich berichteten die Stadtarchivarin von Pirna, Frau Angela Geyer, und die Mitarbeiterin des Stadtarchivs Grimma, Jaqueline
Forner, über ihre Erlebnisse während der Tage der Flut. Sie informierten auch über eingeleitete Maßnahmen zur Rettung ihrer Archivalien und den derzeitigen Sachstand. Einen weiteren Erlebnisbericht überbrachte uns der Bürgermeister der vom Hochwasser sehr stark betroffenen Stadt Olbernhau, Herr Dr. Steffen Laub. Er verlas nicht nur den Erlebnisbericht seiner Stadtarchivarin, sondern gab darüber hinaus ein äußerst wertvolles Resümee darüber, welche Konsequenzen aus der Katastrophe zu ziehen sind. Besonders erfreut waren die Anwesenden darüber, welche Bedeutung er dabei dem Stadtarchiv seiner Stadt zukommen ließ.
Die drei nachfolgenden Referenten waren in ihren Einrichtungen nicht selbst betroffen und hatten es mit ihren Erfahrungsberichten deshalb etwas einfacher: Frau Veronique Töpel, Sächsisches Wirtschaftsarchiv Leipzig, informierte die Anwesenden über Hilfsangebote des Archivs und die Hochwasserschäden in sächsischen Wirtschaftsarchiven. Insbesondere ging sie anhand von Erfahrungsberichten aus den Unternehmen auf die Rettung von Hochwasser geschädigten Dokumentationsakten zum Gasleitungsnetz in der Stadtwerke Chemnitz GmbH und auf die Situation im Archiv der Sächsischen Zeitung ein.
Herr Dr. Wolfgang Frühauf, Landesbeauftragter für Bestandserhaltung an der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Dresden referierte über die Flutschäden und die Fluthilfe in sächsischen Bibliotheken. Herr Dr. Thomas Schuler rundete mit seinem Beitrag über die Schäden in sächsischen Museen und dem Hinweis auf die von ihm sozusagen druckfrisch erarbeitete Agenda-Liste zur Katastrophenvorsorge den Nachmittag ab.
Insbesondere der "Blick über den Tellerrand" in die benachbarten Einrichtungen wie den Bibliotheken und Museen wurde von vielen Teilnehmern als sehr informativ empfunden.
Am Abend sahen die Teilnehmer gemeinsam einen Film über die Flut im August 2002.
Der Vormittag des zweiten Seminartages war der Vorsorge für den Katastrophenfall vorbehalten. Dazu hatten die Veranstalter auch Referenten aus dem Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes eingeladen.
Herr Steffen Süß von der Feuerwehr Chemnitz berichtete sehr rational, wie sich die Flut im August in Chemnitz entwickelte und welche Schutzmaßnahmen ergriffen wurden, um in erster Linie Personenschäden zu vermeiden. Außerdem erläuterte er das Management für Vorsorgemaßnahmen der Feuerwehr Chemnitz.
Herr Fritz Bernhard vom Regierungspräsidium Halle, Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz, berichtete praxisnah aus der Arbeit seiner Abteilung und stellte einen in Halle vorhandenen Plan zum Schutz von Kulturgut vor. Eindringlich wandte er sich an die Anwesenden, das Gespräch mit den zuständigen Behörden bzw. der örtlichen Feuerwehr selbst zu suchen, um die gegenseitigen Befindlichkeiten vor dem Eintritt eines Katastrophenfalls zu klären, auch um vorhandene Vorlaufzeiten besser zu nutzen. Die Bereitschaft der örtlichen Behörden zur Aufnahme der Archive in die Einsatzpläne ist vielfach vorhanden. Das Archive dann tatsächlich darin ihren Platz erhalten ist auch ein Ergebnis des persönlichen Engagements. Über den Eindrücken aus der Jahrhundertflut sollten nicht die "normalen" Unglücksfälle vergessen werden. Dies machte er mit Fotos am Beispiel des Brandes der Stephanuskirche Halle deutlich, in der ca. 7000 historische Bücher aus der Universitätsbibliothek Halle lagerten.
Den ersten Teil der Vormittagssitzung schloß ein Referat von Herrn Dr. Manfred Anders, Zentrum für Bucherhaltung Leipzig ab, das Maßnahmen zur Bergung und Rettung von Archivalien, insbesondere die Arten der Gefriertrocknung, vorstellte.
Nach der Pause referierte Herr Arnd Weinhold vom Sächsischen Innenministerium des Innern, Referat Katastrophenschutz, über Rechtsvorschriften zum Katastrophenschutz und die Zuständigkeit von Bund, Ländern und Gemeinden im Katastrophenfall. Insbesondere informierte er über das Zivilschutzgesetz, über das Gesetz über den Katastrophenschutz im Freistaat Sachsen und über die Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut von 1954. Besonders interessant für die Kolleginnen und Kollegen war der Hinweis auf §9 des Sächsischen Katastrophenschutzgesetzes, welcher die Mitwirkung der Gemeinden im Katastrophenschutz zwingend vorschreibt. Die Ausführungen von Herrn Weinhold zeigten Wege auf, Archive in die Katastrophenpläne einzubeziehen, eine Forderung, die bereits seine Vorredner gestellt hatten.
Abgeschlossen wurde die Vormittagssitzung mit einem Referat von Gabriele Viertel, Leiterin des Stadtarchivs Chemnitz. Sie stellte die "Anwendung älterer Notfallpläne im Stadtarchiv Chemnitz unter besonderer Berücksichtigung der Rettung herausragender historischer Zeugnisse zur Stadtgeschichte" in den Mittelpunkt ihres Beitrages. Wie bei den anderen Beiträgen des Vormittags entwickelte sich auch zum Vortrag von Frau Viertel eine intensive Diskussion, in der vor allem die Vor- und Nachteile der besonderen Kennzeichnung bzw. der gesonderten Lagerung der wertvollsten Archivalien, welche im Katastrophenfall zuerst zu retten sind, entbrannte.
Nach dem Mittagessen versammelten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Exkursion in das unweit gelegene Pumpspeicherwerk Markersbach. Neben der rationellen und umweltfreundlichen Energieerzeugung stand dabei vor allem der Hochwasserschutz für die Region im Mittelpunkt des Interesses.
Erste Referentin der Nachmittagssitzung war Frau Dr. Carlies-Maria Raddatz, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen, die über Flutschäden an kirchlichem Archivgut berichtete. Sie gab einen Überblick über Maßnahmen, die in den betroffenen Kirchenarchiven zur Rettung der Archivalien ergriffen wurden. Außerdem bedankte sie sich beim Westfälischen Archivamt für die Rettung des vom Hochwasser schwer geschädigten Ephoralarchivs Grimma, welches durch die umgehende und unkomplizierte Hilfe der Kollegen aus Münster gerettet werden konnte.
Frau Dr. Andrea Wettmann, Sächsisches Hauptstaatsarchiv Dresden widmete sich in ihrem Referat den Hochwasserschäden an Registraturen der Justiz und den Auswirkungen der Verluste auf die Geschichtsforschung. Von besonderem Interesse für die Kolleginnen und Kollegen war, das den ablieferungspflichtigen Stellen seitens des Sächsischen Hauptstaatsarchivs Dresden keine Genehmigung zur Kassation sämtlicher von der Flut beschädigter Unterlagen erteilt wurde, wie es die Verantwortlichen der Registraturbildner teilweise gefordert hatten, sondern das die Vernichtung einschließlich der Finanzierung in deren Zuständigkeit erfolgte.
Im Anschluß an die Sitzung wurden Fotos der Flutereignisse in Pirna sowie ein Video über die Flut in Grimma gezeigt, das die Kolleginnen der betroffenen Städte mitgebracht hatten.
Wie bereits am Vortag konnten wir auch diesen sehr informativen und erkenntnisreichen Seminartag am Abend mit einem von der Leiterin der Kreisarchivs Aue-Schwarzenberg, Frau Steffi Rathe, organisierten, kleinem kulturellen Programm ausklingen lassen.
Der dritte Seminartag diente dazu, vorhandene Musternotfallpläne und die aus dem Seminar gewonnen Erkenntnisse zu bündeln mit dem Ziel, eine praktikable Handreichung zu erarbeiten.
Zuerst jedoch begrüßten die Teilnehmer ganz herzlich Frau Ute Essegern, Leiterin des Archivs der Sächsischen Zeitung. Sie berichtete uns vom Fortgang des Restaurierungsprojektes für das Bildarchiv der Sächsischen Zeitung, welches bei der Flutkatatstrophe zu 90% durchnäßt worden war und ca. 190 Stunden unter Wasser lag, bevor es geborgen werden konnte. Alle Anwesenden waren von den Ergebnissen der Restaurierung beeindruckt. Den Fotos, die Frau Essegern mitgebracht hatte, sah man ihr Schicksal bis auf eine leichte Wellung kaum noch an.
Im Anschluß stellte Frau Barbara Keimer, Sächsisches Innenministerium, Referat Archivwesen, mittels vieler praktischer Hinweise Maßnahmen zur Bergung und Rettung von durchnässten Archivalien vor. Daran nahtlos anknüpfend widmete sich Herr Reinhold Sand, Westfälisches Archivamt Münster, den Vor- und Nachteilen der Gefriertrocknung und der Vakuumtrocknung. Auch sein Referat war auf Grund der mitgebrachten Fotos und praktischen Hinweise von großem Interesse.
An die Vorstellung des Musternotfallplanes für westfälische Kommunalarchive durch Rickmer Kießling schloß sich eine Gesprächsrunde zur Umsetzung der an den Seminartagen gewonnenen Erkenntnisse in einem künftigen Musternotfallplan an. Insbesondere wurden von den Teilnehmern zu ergreifende Vorsorgemaßnahmen zusammengetragen, die allerdings auch wegen der regen Diskussion der Teilnehmer bereits so umfangreich waren, das man sich verständigte, dies im kleineren Kreis weiter zu bearbeiten. Die Ergebnisse sollen bis zum Herbst zusammengefasst und später gemeinsam mit den Referaten veröffentlicht werden.
Indem er sich bei allen Referenten, insbesondere aber bei Frau Steffi Rathe, die das Seminar vorzüglich organisiert hatte, ganz herzlich bedankte, beendete Prof. Reimann, Vorsitzender des Ausschusses für Aus- und Fortbildung der BKK das 12. Fortbildungsseminar, welches nicht nur auf Grund der gemeinsamen Ausrichtung mit dem Landesverband Sachsen und der Fachgruppe 2 im VdA sondern auch wegen der Fülle von äußerst wertvollen Informationen ein besonderes war.
Grit Richter-Laugwitz
Vorstand des Landesverbandes Sachsen
im Auftrag der Veranstalter

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Fachtagung Bewertung, 16. Oktober 2003:
Mut zur Lücke - Zugriff auf das Wesentliche
Die Bewertung von Unterlagen in bezug auf ihre Archivwürdigkeit ist eine
Kernkompetenz der Archive. Angesichts der Flut papierener und digitaler Unterlagen dürfte die Bedeutung dieser Kernkompetenz in den nächsten Jahren noch zunehmen. Um so dringender wird der Bedarf nach wissenschaftlich fundierten Bewertungsinstrumenten.
Die Bewertung von Akten soll nicht nur die Archive davor bewahren, durch die
bloße Menge des angelieferten Materials zu reinen Aufbewahrungsanstalten für Papier sowie für Bits und Bytes degradiert zu werden. Das Bewerten und Aussondern schlägt auch Schneisen im unüberblickbaren Dickicht der Verwaltungsunterlagen. Erst Lücken
machen aus Schriftgut Archivgut. So setzt archivische Bewertung immer den Mut zur Lücke voraus. Unbedingt zu vermeiden gilt es aber, Überlieferungslücken am
Gesamtbestand des zugänglichen Archivguts entstehen zu lassen. Vor diesem Hintergrund haben auch Unterlagen außerhalb öffentlicher Verwaltungen ihre besondere
Bedeutung in der archivischen Überlieferungsbildung. Die Fachtagung des Schweizerischen Bundesarchivs und des Arbeitskreises Archivische Bewertung im Verband deutscher Archivarinnen und Archivare versucht Auswege aus dieser dilemmatischen Situation aufzuzeigen. Mit welchen wissenschaftlich fundierten Instrumenten lassen sich
Strategien umsetzen?
Mut zur Lücke:
Wie können die am Evidenz- und Informationswert orientierten archivischen
Bewertungsgrundsätze auf ein solides wissenschaftliches Fundament abgestützt werden?
Die sich nur am vorhandenen Schriftgut orientierende Sichtweise reicht nicht aus.
Archive müssen sich auch überlegen, wie öffentliche Tätigkeiten und gesellschaftliche Phänomene
identifiziert werden können, deren Spuren als archivalische Überlieferung erhalten bleiben müssen.
Welche Politikbereiche sind derart wesentlich, dass zur Sicherung der entsprechenden Unterlagen auch aktive
Maßnahmen der Archive notwendig sind? Wie lassen sich öffentliche Politiken identifizieren? Mit politologischen Analyseinstrumenten und den Informationen der Politikplanung soll versucht werden, diese Fragen zu beantworten. Neben der Identifikation der Politikbereiche wird es darum gehen, die daran beteiligten staatlichen, parastaatlichen und privaten Akteure aufzuspüren.
Zugriff auf das Wesentliche:
Wie können öffentliche Politiken und gesellschaftliche Phänomene bewertet werden im Hinblick auf die operative Schwerpunktbildung in der Informationssicherung?
Die Tagung richtet sich an mit Bewertung befasste Archivare und Archivarinnen sowie an Historiker oder Politikwissenschafterinnen, die mit Verwaltungsunterlagen als
Quellen arbeiten.
Die Publikation der Beiträge ist für das Jahr 2004 vorgesehen.
(Programm)
(Tagungsbericht)

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Gründung des Landesverbandes
Hessen im VdA - Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V.
Auf dem diesjährigen Hessischen Archivtag in Marburg wurde am 24.6.2003 auf Initiative einiger hessischer Archivarinnen und Archivare - Dr. Irene Jung, Stadtarchiv Wetzlar, Holger Bogs, Zentralarchiv der Evangelischen Kirche Hessen Nassau, Dr. Dieter Degreif, Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden und Dr. Andreas Hedwig, Hessisches Staatsarchiv Marburg - der Landesverband Hessen im VdA gegründet.
Laut Satzung soll er zum festen Zusammenhalt zwischen den Mitgliedern sowie zur Wahrnehmung und Vertretung berufsständischer und archivfachlicher Interessen auf Landesebene beitragen und das Archivwesen in Theorie und Praxis fördern, insbesondere durch Erfahrungsaustausch und fachliche Weiterbildung. Der Landesverband wird künftig jährlich den Hessischen Archivtag ausrichten, an dem alle in Archiven des Bundeslandes Hessen haupt- und nebenamtlich beschäftigen Archivarinnen und Archivare sowie interessierte Gäste teilnehmen können. Der Ort des nächsten hessischen Archivtages steht bereits fest: Er soll im Juni 2004 aus Anlass des Bonifatius-Jahres in Fulda stattfinden.
Ziel des Landesverbandes ist es, Archivsparten übergreifend und integrierend zu wirken und zu diesem Zweck mit den Archiveinrichtungen des Bundeslandes Hessen, der Kommunen, der Kirchen, der Wirtschaft, der Medien, der Wissenschaft und anderen Trägern zusammenzuarbeiten. Hessen ist übrigens - nach Nordrhein-Westfalen, das nur kurze Zeit einen Landesverband hatte - das erste "alte" Bundesland mit einem Landesverband.
Dem Vorstand des Landesverbandes gehören folgende Mitglieder an: Dr. Brigitte Streich, Stadtarchiv Wiesbaden (Vorsitzende), Dr. Thomas Heiler, Stadtarchiv Fulda (Stellvertreter), Birgit Dreuth, Zentralarchiv der Evangelischen Kirche Hessen Nassau in Darmstadt (Schriftführerin), Dr. Karl Murk, Staatsarchiv Marburg (Schatzmeister).

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Die europäische Konferenz
zur Archivpädagogik und historischen Bildung an Archiven vom 19. Juni bis 21. Juni 2003
im Europa-Institut Bocholt
ist erfolgreich beendet worden.
Pressemitteilung: Konferenz startet europäisches Netzwerk
Sechzig Vertreter aus 15 europäischen Staaten haben auf der ersten europäischen Konferenz für historische Bildungsarbeit und Archivpädagogik an Archiven in der Europäischen Staatsbürgerakademie Bocholt vom 19. bis zum 21. Juni über Projekte und Ideen zur internationalen Vernetzung der Archivpädagogik beraten und beschlossen, unter der Adresse
www.elan-net.info
ein Netzwerk zu schaffen, das den Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen europäischen Ländern verbessern soll. Auf der dreitägigen Konferenz wurde zunächst in Erfahrungsberichten von den Aktivitäten in den Ländern berichtet. Dabei beeindruckten besonders die Berichte des Memorial-Archivs aus Moskau die Teilnehmer, da in ihnen die einzigartigen Dokumente dieses Archivs vorgestellt wurden, die Licht in das Dunkel der stalinistischen Vergangenheit bringen. Hier und bei den Berichten aus anderen osteuropäischen Ländern und künftigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, insbesondere den Darstellungen aus Lettland und Polen, wurde deutlich, dass die Archive als Werkzeuge der Demokratie in Erscheinung treten - sie sind die Bewahrer der authentischen Vergangenheit. In diesen Staaten wächst das Bedürfnis nach "Glasnost", immer mehr Menschen gehen auch auf die Suche nach der Geschichte der eigenen Familie - hier sehen die Archive große Chancen der historischen Bildungsarbeit und die Notwendigkeit, durch archivpädagogische Maßnahmen die Forschungen zu unterstützen.
Berichte aus den Ländern mit längerer Tradition historischer Bildungsarbeit an Archiven, besonders Großbritannien, Frankreich und Niederlande, beeindruckten die Zuhörer mit dem breit angelegten Angebot der Archive für verschiedenste Alters- und Zielgruppen, für elektronisches und lebenslanges Lernen ("lernen online", "longlife learning"). Aus den skandinavischen Ländern Norwegen und Schweden kamen Beispiele konkreter Programme historischen Lernens und Forschens für Schulen und Universitäten. Hier wurden die vielen Gemeinsamkeiten bei Methoden und Arbeitsweisen sichtbar, die trotz der Unterschiede in der kulturellen Verfasstheit der fünfzehn Länder bestehen, die einerseits föderalistisch, andererseits zentralistisch organisiert sind mit den vielfältigen Auswirkungen u.a. auf das Archivwesen, den Zugang zu den Archiven usw..
Schließlich verdeutlichten Berichte über Geschichtswettbewerbe und deren Netzwerke in Deutschland und zahlreichen Staaten Europas ("Eustory") die Bedeutung forschenden und entdeckenden Lernens für den Demokratisierungsprozeß in den jeweiligen Gesellschaften.
Archivare, Lehrer, Kulturwissenschaftler, Gedenkstättenfachleute, Vertreter nationaler und internationaler Organisationen haben an diesen drei Tagen die Bedeutung der Archive als strukturiertes Gedächtnis der Gesellschaft verdeutlicht und den entscheidenden Beitrag der Archivpädagogen hervorgehoben. Erkannt wurden aber auch Defizite, insbesondere wurden Forderungen formuliert, die Einbindung der Archivnutzung in die Lehreraus- und Fortbildung zu verbessern. Die in englischer und deutscher Sprache, teilweise sogar auf französisch und russisch übersetzten Vorträge und Diskussionsbeiträge blieben nicht in unverbindlichen Absichtserklärungen stecken, sondern die Konferenz endete mit konkreten Arbeitsaufträgen für die kommenden Tage, um den begonnenen Informationsaustausch mit Leben zu füllen.
Von dieser Konferenz sind Impulse ausgegangen, die nach ganz Europa ausstrahlen. Die von der Europäischen Union, der Körber-Stiftung und dem Verband deutscher Archivare geförderte Tagung hat eine erste Plattform geschaffen für den von allen als notwendig angesehenen Austausch. Der Initiator und Veranstalter, der Arbeitskreis Archivpädagogik und historische Bildungsarbeit im Verband deutscher Archivarinnen und Archivare, wird diesen Austausch über das Internet und mögliche weitere Konferenzen organisieren und intensivieren. Das Zusammenwachsen Europas, die zunehmende ethnologische Vielfalt und Migration in allen europäischen Staaten wird dabei das Thema sein, das alle Archivpädagogen verbindet und an dem sich die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg kristallisieren wird.

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Aktuelle Informationen
(3/2003)
1. Arbeitskreis Ausbildung Fachangestellte
Nachdem der Vorstand des VdA in seiner Sitzung am 27. November 2002 die
Initiative zur Bildung eines Arbeitskreises im VdA zur Ausbildung von Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste begrüßt und sich der Arbeitskreis am 24. März 2003 konstituiert hat (vgl. Der Archivar, Heft 2/2003, S. 193), wurde in seiner ersten Sitzung Frau Dr. Angela Keller-Kühne (Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin) als seine Leiterin gewählt. In dieser Funktion wurde sie nach § 11 (2) der Satzung des VdA vom Vorstand bestätigt.
Es wird noch einmal darum gebeten, den vom Arbeitskreis ausgearbeiteten
Fragebogen, der Heft 2/2003 des Archivar als Beilage beigefügt war, ausgefüllt bis zum 1. August 2003 an die Leiterin des Arbeitskreises zu senden. Die Auswertung der
Fragebögen soll der Vorbereitung des Forums Ausbildung Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste am 30. September 2003 auf dem 74. Deutschen Archivtag in Chemnitz dienen.
2. Gründung eines Landesverbandes im Bundesland Hessen
Nach § 10 der Satzung des VdA können sich die VdA-Mitglieder innerhalb eines Landes aus den verschiedenen Fachgruppen zu einem Landesverband des VdA
zusammenschließen. Landesverbände existieren bisher nur in den neuen Bundesländern und sind dort vor allem Träger der regionalen Archivtage. Für den diesjährigen Hessischen Archivtag am 24. Juni 2003 in Marburg ist die Gründung des
Landesverbandes Hessen des VdA angekündigt worden. Der Vorstand begrüßt dieses
Vorhaben. Die für die Regionalarbeit zuständige zweite stellvertretende Vorsitzende, Frau Katharina Tiemann (Münster), wird in der Gründungssitzung ein entsprechendes
Begrüßungsschreiben des Vorsitzenden übermitteln.
3. Publikation der Referate in den Fachgruppensitzungen auf dem Deutschen
Archivtag
In Ergänzung zu den Mitteilungen des VdA in Heft 2/2003, S. 193 wird klar gestellt, dass weiterhin die auf dem Archivtag in den einzelnen Fachgruppensitzungen
gehaltenen Referate grundsätzlich nicht in den Tagungsband aufgenommen werden, da dies bei acht Fachgruppen vom Umfang her nicht möglich ist. Begründete
Ausnahmen bleiben vorbehalten. Wie bisher können die Referate der
Fachgruppensitzungen der Fachzeitschrift Der Archivar angeboten werden. Aufgenommen werden in den Tagungsband grundsätzlich die Eröffnungsansprache, sofern vorliegend die Grußworte, der Eröffnungsvortrag, die Sektionssitzungen und die gemeinsamen
Arbeitssitzungen. Über die in den Arbeitskreisen gehaltenen Referate wird in
Abstimmung mit den Leiterinnen bzw. Leitern der Arbeitskreise von Fall zu Fall entschieden.
Stuttgart, den 16. Juni 2003
gez. Dr. Robert Kretzschmar
Schriftführer des VdA |
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| Empfang
zum 60. Geburtstag des VdA-Vorsitzenden Professor Wahl im neuen Archivlesesaal von Weimar
Weimar (tlz). Blumen über Blumen und originelle Präsente waren äußeres Zeichen der hohen Wertschätzung, die Professor Volker Wahl, Direktor des Thüringischen Hauptstaatsarchivs Weimar, insbesondere am Dienstag anlässlich seines 60. Geburtstages entgegengebracht wurde. Und weil der Empfang zu Ehren des Jubilars im fast fertiggestellten neuen Archivlesesaal in der ehemaligen Reithalle des Marstalls stattfand, wohnten die zahlreichen Gäste, darunter Weimars Prominenz aus Kultur und Archivwesen, gleichzeitig einer Premiere bei. In lichter Funktionalität und bislang nicht gekannter Großzügigkeit öffnen sich den Nutzern des Archivs ab August optimale Arbeitsmöglichkeiten. "Der Marstall ist noch nicht fertig", dämpfte Dr. Hermann Post, stellvertretender Archivdirektor, hochfliegende Erwartungen. Viel Geduld sei erforderlich, das "Schlachtschiff Thüringer Archive" sicher in die Zukunft zu manövrieren. "Eine große Herausforderung für den Mann auf der Brücke", anerkannte Post. Die "Mannschaft" und befreundete Archivare dankten dem umsichtigen Steuermann mit einer "Kommandobrücke" klassischer Provenienz, mit einem Nachbau von Schillers Stehpult. Gefertigt aus Kiefernholz, durch entsprechende Farbigkeit in warmem Zimtton optisch aufgewertet, erst der fünfte Nachbau überhaupt nach einem alten Scherenschnitt, den Restaurator Eberhard Burkhard, Jena, wissenschaftlich ausgewertet hatte. Weiterhin "Gelassenheit und Schaffensfreude" wünschte Dr. Hans Ammerich vom Verband deutscher Archivarinnen und Archivare dem VdA-Vorsitzenden und brachte mit Claudia Nehls (Gesang) und Philipp Czieslewitz (E-Piano), Franz Liszt-Hochschule, musikalische Gratulanten mit.
Der Jubilar selbst dankte für so viel Aufmerksamkeit mit einem launigen Exkurs über Archivare und Archivbenutzer als Fabelwesen der Literatur ("Der Archivar ist nicht dazu da, jedem Esel das Heu auf die Raufe zu stecken. Gotthold Ephraim Lessing"). Wie der Archivdirektor ankündigte, werden noch etwa zwei Monate benötigt, "bis der zweite Bauabschnitt mit den Büro- und Bibliotheksräumen im südlichen Westflügel, dem Tiefmagazin im Marstallinnenhof und dem neuen Lesesaalgebäude in der ehemaligen Reithalle endgültig abgeschlossen ist." Professor Volker Wahl, am 10. Juni 1943 in Steinbach-Hallenberg geboren, ist seit zwölf Jahren Leiter des Hauptstaatsarchivs.
Quelle: Thüringisches Landeszeitung
vom 10.6.2003

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Arbeitskreis
Fachangestellte/r
gegründet
Am 24. März 2003 konstituierte sich in Sankt Augustin der Arbeitskreis Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste.
Zur Leiterin des Arbeitskreises wurde Frau Dr. Angela Keller-Kühne (Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung, Sankt Augustin) gewählt, zu Stellvertretern Herr Harry Scholz (Archiv der Sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung) und Frau Katharina Tiemann (Westfälisches Archivamt Münster).
Der Arbeitskreis verfolgt folgende Ziele:
1. Bundesweite Bestandsaufnahme der FAMI- Ausbildungssituation
- Erhebung der Ausbildungsstätten, Ausbilder/-innen; Auszubildenden
- Ausbildungspraxis in den verschiedenen Bundesländern (duales System, zuständige Stellen, Prüfungsverfahren)
2. Ausbildungspraxis in den Archiven
- Überprüfung der Berufsbezeichnung (Problem der Interpretationsvielfalt)
- Klärung des Qualifikationsprofils (Berufsbild --> Tätigkeitsprofil)
- Überprüfung des Berufsausbildungsgesetzes (Aktualität)
- Formulierung von verbindlichen Ausbildungsinhalten (Standards)
- Problem der Fachrichtungsvielfalt (v.a. medizinische Dokumentation)
- Funktion von Praktika (archivspezifisch --> fachrichtungsspezifisch)
3. Ausbildungspraxis in den Berufsschulen/ -kollegs (duales System)
- Überarbeitung des Bundesrahmenlehrplans (Aktualität)
- Zentrale (verbindliche) Lehrplänen für Berufsschulen in Abstimmung mit der Ausbildungspraxis in den Archiven
4. Föderative Ausbildungssysteme und -verfahren in den Ländern
- Ausbildungsberater in Baden-Württemberg (Modellcharakter)
- Blockunterricht (Modellcharakter)
- Unterschiedliche länderspezifische Prüfungsverfahren, v.a. Formulierung von Prüfungsfragen
5. Ausbildungsbetrieb (Archiv)
Zulassung als Ausbildungsbetrieb
- Mindeststandards
- Qualifikation
6. Fortbildung
Berufsschullehrer/ -lehrerinnen
7. Ausbildungsoffensive für den Beruf
- Zusammenarbeit mit Arbeitsämtern
- Berufsmessen etc.
Der Arbeitskreis wird an wechselnden Orten mindestens zweimal im Jahr tagen. Die Protokolle der Sitzungen werden im Internet-Angebot des VdA publiziert.
Dr. Angela Keller-Kühne (Sankt Augustin)
Ein erster Überblick über die Ausbildungssituation soll anhand eines
Fragebogens gewonnen werden, den Sie hier
zum Download als WORD-Text und als Einlegeblatt im Archivar finden. Bitte senden Sie den ausgefüllten Fragebogen an Angela Keller-Kühne bis
1. August 2003 zurück.
Leiterin des Arbeitskreises:
Dr. Angela Keller-Kühne
Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung
Rathausallee 12
53757 Sankt Augustin
Telefon: 02241/246 444
Fax: 02241/246 669
Angela.Keller-Kuehne@kas.de
Stellvertreter:
Harry Scholz
Archiv der Sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung
Godesberger Allee 149
53170 Bonn
Telefon: 0228/883251
Harry.Scholz@fes.de
Katharina Tiemann
Westfälisches Archivamt
Postfach
48133 Münster
Tel. 0251/591-5778
Fax. 0251/591-269
k.tiemann@lwl.org
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Der Vorstand des
VdA - Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. hat in seiner Sitzung am 6. und 7. März 2003 in Fulda folgende Beschlüsse gefasst, die hier zur Kenntnis gegeben werden:
1. Für die Aufnahme in den Tagungsband des Deutschen Archivtages gilt beginnend mit dem Protokollband für den 73. Deutschen Archivtag in Trier, dass alle im Programm ausgewiesenen, aber auch gehaltenen Referate, die zusätzlich in das Programm aufgenommen wurden, grundsätzlich publiziert werden. Veröffentlicht werden auch im Programm angekündigte, aber nicht gehaltene (etwa ausgefallene) Referate. Grundsätzlich gilt jedoch: Beiträge die nicht zu den vom Schriftführer in seinem Merkblatt mitgeteilten Terminen vorliegen, werden nicht berücksichtigt, damit die Veröffentlichung der Tagungsbände nicht verzögert wird. Auf dem Archivtag nicht vorgetragene Beiträge (wie etwa nicht berücksichtigte Angebote auf den "Call for papers") werden nicht aufgenommen; sie können der Fachzeitschrift Der Archivar angeboten werden.
2. Die Konditionen, zu denen nichtkommerzielle Stände auf der Fachmesse ARCHIVISTICA im Rahmen des Deutschen Archivtags vergeben werden, sind folgende: Organe des VdA erhalten einen Stand ohne Standmiete und ohne Nebenkosten. Die Archivschulen bzw. Ausbildungseinrichtungen erhalten einen Stand zu 60 % der Standgebühr bei vollen Nebenkosten. Der für den Ort des jeweiligen Archivtags zuständigen Landesarchivverwaltung können die Standgebühr und die Nebenkosten erlassen werden, wenn durch sie eine finanzielle Unterstützung des VdA für den Archivtag erfolgt. Dies ist bei dem 74. Deutschen Archivtag in Chemnitz der Fall. Das örtliche Archiv betreibt seinen Stand zusammen mit dem Landesverband. Zum Tagungsbüro gehören die Stände für die allgemeine Information und die Ausgabe der Publikationen.
3. Die Konditionen, zu denen auf der Fachmesse ARCHIVISTICA kommerzielle Stände vergeben werden, sind in einem Merkblatt zusammen gestellt, das bei der Geschäftsstelle des VdA erhältlich ist.
4. Die Tagungsgebühren für den 74. Deutschen Archivtag in Chemnitz wurden wie folgt festgesetzt: Tagungsbeitrag für Mitglieder: € 50.-/Tagungsbeitrag für Nichtmitglieder: € 100.-/ Ermäßigter Beitrag für Mitglieder: € 20.-/ Ermäßigter Beitrag für Nichtmitglieder: € 30.-
5. Da sich immer wieder die Frage gestellt hat, wie der Personenkreis "Archivare in der archivfachlichen Ausbildung" zu verstehen ist, der Anspruch auf Ermäßigung beim Mitgliedsbeitrag und beim Tagungsbeitrag zum Deutschen Archivtag begründet, hat sich der Vorstand darauf verständigt, dass dem Personenkreis alle Personen in archivfachlicher Ausbildung, einschließlich Volontäre in berufsvorbereitender Tätigkeit, angehören sollen, die nur Ausbildungsvergütung und kein weiteres Einkommen haben. Die Zugehörigkeit zu diesem Personenkreis ist die Voraussetzung für die Ermäßigung beider Beitragsarten. Die Ermäßigung des Tagungsbeitrages zum Deutschen Archivtag soll darüber hinaus generell auf alle Direktstudenten ausgedehnt werden. Dabei ist der Nachweis des Studiums (z.B. Studentenausweis) zu erbringen.
6. Der nächste TAG DER ARCHIVE wird am 25. September 2004 durchgeführt; nähere Informationen hierzu werden in Heft 3/2003 des Archivar veröffentlicht. Ab 2006 soll der TAG DER ARCHIVE dann alle zwei Jahre im Mai an einem festen Termin stattfinden.
7. Nachdem die Verlagspublikation "Archive in der Bundesrepublik Deutschland, Österreich und der Schweiz" in der 17. Auflage erschienen ist, für die der VdA in der Korrekturphase kurzfristig das Manuskript zur Überprüfung erhielt, wird eine Lektoratsgruppe gebildet, die sich aus den Fachgruppenvorsitzenden zusammensetzt und schon jetzt für die nächste Ausgabe die Struktur und den Inhalt des Archivverzeichnisses noch einmal überdenken soll.
8. Auf den im Archivar und in verschiedenen Mailing-Listen publizierten Aufruf zur Mitarbeit bei dem Projekt "Archive und Archivare im Nationalsozialismus" sind bereits zahlreiche Meldungen eingegangen. Der Vorstand hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die nach Auswertung aller eingegangenen Vorschläge ein Konzept erarbeiten soll und der die Herren Dr. Speck, Dr. Schmitt und Dr. Wisotzky angehören.
Stuttgart, den 2. April 2003
gez. Dr. Robert Kretzschmar
Schriftführer des VdA |
(Download
als Word-Text)
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Unregelmäßigkeiten
bei der Zustellung
der Fachzeitschrift Der Archivar, Heft
1/2003
Viele VdA-Mitglieder wandten sich in den vergangenen Tagen an die Geschäftsstelle,
da sie immer noch nicht das in der 9. KW ausgelieferte Heft 1/2003 der
Fachzeitschrift Der Archivar erhalten hatten. Die Beschwerden der enttäuschten
Mitglieder waren zu Recht. Nach sorgsamer Überprüfung durch die Geschäftsstelle
stellte sich heraus, dass dem Verlag Schmitt in Siegburg ein Fehler
unterlaufen ist, von dem etliche VdA-Mitglieder betroffen sind.
Der Verlag
Schmitt hat versehentlich nicht den für diese Auslieferung von der Geschäftsstelle
des VdA zur Verfügung gestellten aktuellen Datensatz verwendet, sondern
einen Datensatz vom vergangenen Jahr. Somit blieben die Adressänderungen
seit Juli 2002 unberücksichtigt. Auch die Neumitglieder im Zeitraum Juli
2002 bis Februar 2003 erhielten keine Zeitschrift.
Der Verlag
Schmitt in Siegburg bedauert dieses Malheur sehr und hat sich bereits mit
der Geschäftsstelle des VdA an die Arbeit gemacht die noch ausstehenden
Hefte nachzusenden.
Für Rückfragen
steht Ihnen in der Geschäftsstelle immer ein Ansprechpartner zur Verfügung
(info@vda.archiv.net oder Tel.
03643/870-235).
gez. Thilo Bauer M. A.
11.3.2003
Geschäftsführer
des VdA
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Der
ehemalige VdA-Vorsitzende Dr. Norbert Reimann zum Honorarprofessor
ernannt
Die Rektorin der Fachhochschule Potsdam hat am 30. Januar 2003 den von
1993 bis 2001 amtierenden Vorsitzenden des VdA - Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e. V., Herrn
Ltd. Landesarchivdirektor Dr. Norbert Reimann, zum Honorarprofessor im
Fachbereich Informationswissenschaften ernannt.
Dr.
Reimann leitet seit 1987 das Westfälische Archivamt des
Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Münster. Zuvor war er zwölf
Jahre lang stellvertretender Direktor des Dortmunder Stadtarchivs.
Am
Aufbau des Studiengangs Archivwesen war Reimann seit der Gründung der
Fachhochschule 1992 beteiligt und hat dort seitdem regelmäßig
Lehrveranstaltungen für angehende Archivare durchgeführt. Besonders
engagiert hat er sich beim Aufbau eines berufsbegleitenden
Fernstudiengangs, durch den auch viele
Archivarinnen und Archivare eine qualifizierte Fachausbildung
erhalten haben. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen im
kommunalen und privaten Archivwesen sowie in den Bereichen der
Archivorganisation und Archivmanagement.

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(Aufnahme Claudia Miklis,
Pressestelle LWL)
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Aktuelle Informationen
Der
Vorstand des VdA - Verband
deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. hat in seiner Sitzung
am 27. November 2002 in Fulda folgende Beschlüsse gefasst, die hier
zur Kenntnis gegeben werden:
1.
Alle
Referentinnen und Referenten auf dem Deutschen Archivtag, die in den
Sektionen, in den Gemeinsamen Arbeitssitzungen sowie in den
Veranstaltungen der Arbeitskreise und Fachgruppen mitwirken, sind von
der Tagungsgebühr befreit. Dies soll erstmals bei dem 74. Deutschen
Archivtag in Chemnitz 2003 wirksam sein.
2.
Mit
allen Referentinnen und Referenten auf dem Deutschen Archivtag wird
zukünftig eine Vortrags- und Publikationsvereinbarung getroffen. Dies
soll ebenfalls erstmals bei dem Deutschen Archivtag in Chemnitz
praktiziert werden.
3.
Als
neuer Leiter des Arbeitskreises
Archivpädagogik und historische Bildungsarbeit
im VdA wird Herr Joachim Pieper, Hauptstaatsarchiv Düsseldorf,
bestätigt.
4.
Der
Vorstand unterstützt die Initiative zur Einrichtung eines Arbeitskreises
zur Ausbildung von
Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste im VdA. Der
Aufruf zur Mitarbeit soll auch über das Internet erfolgen.
5.
Das
Vorstandsmitglied Dr. Speck erhält das Mandat, nähere Überlegungen
zu einem vom VdA getragenen Projekt Archive
und Archivare im Nationalsozialismus anzustellen und einen Aufruf
zur Mitarbeit zu formulieren. Dieser Aufruf soll ebenfalls auch über
das Internet erfolgen.
Stuttgart,
den 3. Januar 2003
gez.
Dr. Robert Kretzschmar
Schriftführer
des VdA

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