VdA - Verband deutscher
Archivarinnen und Archivare e.V.

"IM Dienst der Stasi - Der Fall Monika Haeger" - Ein Dokumentarfilm von Peter Wensierski

21.11.2017 bis 21.11.2017

19:00 Uhr

Filmpremiere und Gespräch

"IM Dienst der Stasi - Der Fall Monika Haeger"
Ein Dokumentarfilm von Peter Wensierski

Was macht man mit dem Eingeständnis, selbst Teil eines Systems gewesen zu sein, das andere Menschen unterdrückt hat? Monika Haeger (1945-2006) gab darüber an einem Spätsommerabend 1990 in ihrer Wohnung im Prenzlauer Berg ein vier Stunden langes Interview, das lange Zeit als verschollen galt. Der Film des Journalisten Peter Wensierski über die inoffizielle Stasi-Mitarbeiterin zeichnet nicht nur ihren Lebensweg vom Kinderheim Königsheide bis ins Zentrum der Ost-Berliner Opposition nach – auch ihr Führungsoffizier kommt erstmals zu Wort. Wensierski stellt Fragen danach, was der Umgang mit der eigenen Verstrickung in Repression für Demokratie und Gesellschaft heute bedeutet.

Im Anschluss an die Filmpremiere sprechen die Teilnehmenden über die persönliche und politische Bedeutung der Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit.

Es diskutieren:

Petra Pau (Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags)
Angela Marquardt (SPD-Politikerin)
Peter Wensierski (Journalist)
Roland Jahn (Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen)

Es moderiert Harald Asel (Rundfunk Berlin-Brandenburg).

Der Zugang zur "Haus 22" ist nicht barrierefrei. Wir bitten, dies zu entschuldigen.

Der Film wird am 26.11.2017 um 22.55 Uhr im Programm des rbb erstausgestrahlt.

Ort

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie "Haus 22" Ruchestraße 103
10365 Berlin

Kontakt

Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Berlin
Karl-Liebknecht-Str. 31/33
10178 Berlin

E-Mail: veranstaltungen(at)bstu.bund.de

Telefon: 030-23248918

Telefax: 030-23247179


Katastrophenschutz für Stasi-Unterlagen / Auswahl, Sicherung und Lagerung von Archivgut im Barbarastollen

28.11.2017

18:00 Uhr

Wie können Archivmaterialien Katastrophen und Zerstörung überdauern? Zu dieser Frage arbeitet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) seit 2015 mit dem Stasi-Unterlagen-Archiv zusammen. Ziel ist es, ausgewählte Dokumente zu digitalisieren und zu verfilmen. Die Filme sollen im Katastrophenfall der Nachwelt erhalten bleiben. Doch welche der zahlreichen Stasi-Unterlagen kommen dafür in Frage? Dr. Hermann Kinne (BStU) berichtet, wie er aus über 111 Aktenkilometern eine exemplarische Auswahl trifft, die Struktur, Methoden und Wirkungsweise der DDR-Staatssicherheit widerspiegelt. Dabei stellt ihn das komplexe Geflecht der Personendatenspeicherung durch die Stasi vor besondere Herausforderungen, weil diese Zusammenhänge auch in der zu sichernden Dokumentauswahl nachvollziehbar sein müssen.

Die Aufgaben der Bestandserhaltung und Bundessicherungsverfilmung allgemein erläutert Dr. Ragna Boden (BStU). Sie erklärt, wie die ausgewählten Unterlagen digitalisiert und die Digitalisate anschließend auf langzeitstabilem Film ausbelichtet werden. In klimastabilen Stahlbehältern lagern diese Filme dann im zentralen Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland – dem Oberrieder Stollen, auch bekannt als Barbarastollen.

Nach dem Vortrag findet eine Führung durch das Archiv mit einem Schwerpunkt zur Decknamenkartei statt. Dadurch haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, das komplexe Informationsspeichersystem der Stasi anschaulich nachzuvollziehen.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Quelle: Stasi-Unterlagen-Archiv". Darin präsentieren Archivare, Rechercheure und Forscher Geschichten aus den Stasi-Unterlagen und erläutern die Arbeit mit dem Archivgut der DDR-Geheimpolizei. Der Zugang zu "Haus 22" ist nicht barrierefrei. Wir bitten, dies zu entschuldigen.

Veranstaltungsprospekt

Ort

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie "Haus 22"
0365 Berlin

Kontakt

Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen
10106 Berlin

E-Mail: veranstaltungen(at)bstu.bund.de

Telefon: (030) 23 24-89 18

Telefax: (030) 23 24-71 79