Fulda / Müllheim (Baden). Beim 70. südwestdeutschen Archivtag am 18. und 19. Juni 2010 in Müllheim (Baden) wurden unter dem Titel Vom Büro zum Depot rationelle Verfahren der Bewertung und Übernahme von Akten in den Blick genommen.
Stellvertretender VdA-Vorsitzender Dr. Clemens Rehm betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Bewertung als „Königsdisziplin“ für Archivarinnen und Archivare und verwies auf die vor wenigen Wochen von der Kultusministerkonferenz in Kraft gesetzten neuen Kriterien zur Bestimmung von „National wertvollen Archiven“: Für übernommene Unterlagen gilt nun, dass durch die fachlich Entscheidung der Bewertung „archivwürdig“, sei es bei Behördenschriftgut oder Sammlungsgut, die Voraussetzung geschaffen ist, diese Bestände in die Liste des national wertvollen Archivguts einzutragen. Diese Eintragung könnte ihrerseits wieder in Katastrophenvorsorgepläne einbezogen werden. An diesem Beispiel zeige sich deutlich die starke Vernetzung und oftmals unerwartete Wechselwirkung zwischen unterschiedlichen archivischen Arbeitsbereichen. Der VdA wird im nächsten Heft der Facheitschrift ARCHIVAR die neue Richtlinie vorstellen.
Zum südwestdeutschen Archivtag waren rund 90 TeilnehmerInnen aus sieben Bundesländern der Schweiz und Frankreich nach Müllheim gekommen.
VdA-Ältere Nachrichten
VdA - 21.06.2010
Grüße des VdA beim 70. Südwestdeutschen Archivtag in Müllheim (Baden)
03.02.2026, 18:32
