Als Fachgruppe für Archivarinnen und Archivare an Herrschafts- und Familienarchiven gegründet arbeitete diese in dieser Zuständigkeit bis zur Neufassung der Satzung 2025. Seit August 2025 setzt die Fachgruppe 4 als Fachgruppe Kulturarchive ihre Arbeit mit neuen Mitgliedern fort.

2013 bildete sich aus der Fachgruppe 8: Archive der Hochschulen sowie wissenschaftlicher Institutionen im VdA die Arbeitsgruppe Kulturarchive. Zwei Jahre später gründete sich im Deutschen Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum der Arbeitskreis der Kunstarchive. Der archivfachliche Austausch stand im Mittelpunkt der regelmäßig stattfindenden Jahrestreffen und Arbeitstagungen beider Interessenvertretungen. 2020 veranstalteten beide Arbeitsgruppen erstmals ein gemeinsames Arbeitstreffen in Nürnberg. 2024 erschien im Zusammenhang mit der Ausstellung „Memory Movers“ im Neuen Museum Nürnberg und einem zweitägigen Symposium die Publikation „Wissensspeicher der Kultur“, die umfassend Geschichte, Funktion und Auftrag der Kulturarchive im deutschsprachigen Raum vorstellte.

Die neugegründete Fachgruppe 4 im VdA hat sich zum Ziel gesetzt, im Rahmen von regelmäßigen Symposien und Fortbildungsveranstaltungen den fachlichen Austausch zwischen den Kulturarchiven aller Sparten (Architektur-, Design-, Film-, Foto-, Kunst-, Literatur-, Musik-, Tanz- und Theaterarchive sowie Kulturarchive im Kontext sozialer Bewegungen und kulturhistorische Archive) zu intensivieren und archivische Kooperationen anzuregen. Gleichzeitig soll mit kulturpolitischen Initiativen ein öffentliches Bewusstsein für die Kulturarchive und die speziellen Herausforderungen ihrer Arbeit geschaffen werden.

Die offiziellen VertreterInnen der Fachgruppe 4 im Vorstand des VdA werden inhaltlich und organisatorisch von einer Taskforce unterstützt, die sich aus VertreterInnen der verschiedenen Kulturarchivsparten zusammensetzt.