Online-Fortbildung 6_2026
Rechtliche Irrtümer und Unsicherheiten im Archivalltag: Klarheit gewinnen, sicher handeln
(begrenzte Teilnahme)
Veranstaltungstermin
- Dienstag, 24. April 2026, 14:00 bis 16:00 Uhr
Teilnahmepreis
Teilnahmepreis € 159,-
Teilnahmepreis VdA-Mitglieder € 105,-
Teilnahmepreis VdA-Mitglieder ermäßigt € 52,-
Beschreibung
Die Veranstaltung behandelt weit verbreitete rechtliche Irrtümer und Unsicherheiten, die die archivische Arbeit im Alltag betreffen und zu Ängsten oder auch zum Unterlassen archivisch gebotener Handlungen führen. Behandelt werden Rechtsfragen aus den Archivgesetzen und aus dem Zivil- und dem Strafrecht und aus der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Zudem geht es darum, wie mit Unsicherheiten bei der Beurteilung urheberrechtlicher Fragen umgegangen werden kann.
Inhalte
Zu den behandelten Mythen gehören:
- „Das Zugangsrecht für ‚Jedermann‘ begründet auch für juristische Personen und Stellvertreter ein Zugangsrecht“
- „Die Rechtsfolge einer Schutzfrist ist eine Frist“
- „§ 203 StGB ist eine archivrechtliche Rechtsvorschrift über die Geheimhaltung von Unterlagen“
- „Bei ‚sachwidrigen Interessen‘ oder fehlendem ‚berechtigten Interesse‘ kann die Nutzung untersagt werden“
- „Die Belegexemplarpflicht ist rechtmäßig“
- „Wenn nicht gänzlich geklärt ist, ob der Umgang mit Unterlagen urheberrechtlich rechtmäßig ist, geschieht am besten nichts“
- „Einmal Archivgut, immer Archivgut“
TeilnehmerInnenkreis
Die Veranstaltung richtet sich an Archivar.innen in allen Archivsparten. Erfahrung im Umgang mit dem einschlägigen Archivgesetz bzw. den Rechtsgrundlagen, die der Träger des Archivs bereitstellt, ist hilfreich.
Dozent

Prof. Dr. Thomas Henne, Honorarprofessor für Rechtsgeschichte (Universität Luzern), Priv.-Doz. (Universität Frankfurt/M.), Dr. jur., LL.M. (Berkeley / 1997), Volljurist, geb. 1964. Habilitation für Zivilrecht und neuere Rechtsgeschichte an der Universität Frankfurt; nach Lehrstuhlvertretungen u.a. an der HU Berlin, der Universität Leipzig und der Universität Luzern und im Anschluss an Gastdozenturen an der Tokyo University und an ungarischen Universitäten seit Sept. 2017 hauptamtlicher Dozent an der Archivschule Marburg – Hochschule für Archivwissenschaft; seit 2018 dort zusätzlich Datenschutzbeauftragter.
Vertrauensdozent der Hans-Böckler-Stiftung, Mitglied im Beirat der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel und bei „ELSA4Memory – die Ethik-/Recht-Expert:innenrunde von NFDI4Memory“.
Forschungsschwerpunkte: Archivrecht, Rechtsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Geschichte des Antisemitismus in Justiz und Rechtswissenschaft.

